Zoll findet 1,2 Kilo Kokain in Fernreisebus

Kokain anstatt Saft als Reiseproviant

Kokain in Safttüten
Bei Zollkontrollen auf der A-3 haben Bedienstete des Hauptzollamtes Gießen im Gepäck einer Busreisenden 1.200 Gramm Kokain gefunden.

Die Zöllner zogen am Rastplatz Bad Camberg einen vollbesetzten Fernbus auf seiner Route von den Niederlanden nach Deutschland für eine Kontrolle aus dem Verkehr.

"Nachdem wir in jüngster Zeit häufiger Verstöße bei Reisenden in Fernbussen feststellen konnten, sind die Busse zunehmend in unser Visier geraten", so Michael Bender der Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen.

Bei der Überprüfung der Passagiere stellte sich heraus, dass einer der Reisenden zur Festnahme ausgeschrieben war. Der 55-jährige Rumäne war bereits mehrfach wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz erwischt worden und hatte mehrere Ausweise mit unter-schiedlichen Identitäten bei sich. Nachdem sie ihn festgenommen hatten, inspizierten die Zöllner sein Gepäck genauestens. Dabei fanden sie Frauenkleidung und eine Geldbörse, die auf eine Mitreisende hinwiesen.

Schnell war die Begleiterin des Mannes gefunden und die Beamten durchsuchten auch ihr Gepäck, das ihren Angaben zufolge gar nicht ihr gehörte, was aber durch die Aussage einer anderen Passagierin entkräftet wurde.

In einem Rucksack und einer Plastiktüte mit Lebensmitteln fanden sie drei Fruchtsaft-Tetrapacks aus denen trotz offensichtlicher Undichtigkeit keine Flüssigkeit austrat. Letzte Gewissheit, dass hier etwas nicht stimmte bekamen die Zöllner, als sie einen Rauschgiftspürhund einsetzten, der eindeutig anschlug und so auf Drogen hinwies. Nach dem Öffnen der Saftpackungen kamen dann auch drei gelbe Päckchen mit weißem Pulver zu Vorschein, bei denen ein Drogentest positiv auf Kokain reagierte. Insgesamt 1.200 Gramm des Rauschgiftes stellten die Kontrolleure sicher.

Die 26-jährige Frau mit rumänischer Staatsangehörigkeit wurde wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Limburg beantragte Untersuchungshaft.

Das Zollfahndungsamt Frankfurt a. Main ermittelt in dem Fall.
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